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Kurzer Blick in die Zukunft

Ein neuer Stern geht auf

Im zweiten Quartal 2022 wird das neue Planetarium Halle auf der Salineinsel seinen Betrieb aufnehmen.

Mit dem größten und modernsten Planetarium Sachsen-Anhalts geht ein bunt funkelnder Stern am Himmel der Planetarien auf.
 

Geschichte wird Gegenwart

Schon die Fassade des im historistischen Baustil 1889 bis 1891 errichteten Gasometers strahlt eine in der Höhe 16 Meter und im Durchmesser 30 Meter umfassende, monumentale Faszination aus. Über dem Haupteingang erinnert der Schriftzug „Raumflug-Planetarium“ an das Vorgänger-Planetarium auf der Peißnitzinsel, das vom Hochwasser 2013 irreparabel beschädigt wurde.

Seit dem Spatenstich am 21. Januar 2019 wuchs innerhalb des restaurierten Mauerrondells mit seinen Rundbogenfenstern das Innenleben des Planetariums auf drei Ebenen empor.

Im Erdgeschoss mit großzügigem Foyer sticht zunächst der dynamische Gegensatz zwischen historischer und zeitgemäßer Architektur ins Auge, der sich durch das ganze Gebäude zieht. Moderne Sichtbeton-Bauweise umhüllt von mit Patina behaftetem Klinkerstein und industriellen Stahlapplikationen vereint die Geschichte mit der Gegenwart.

Soweit das Auge
sehen kann

Über der Fahrstuhltür dem Eingang gegenüber präsentiert sich das Kunstwerk „As Far As The Eye Can See“ in beeindruckender Weise.

Entsprechend der Anzahl der Sterne, die man mit bloßem Auge an einem dunklen Nachthimmel erspähen kann, besteht es aus 6000 Büchern. Deren Einbände bilden das Farbspektrum des ersten kosmischen Lichtes ab, welches nach dem Urknall entstand.

Seite für Seite, Buch für Buch soll sich nach und nach mit den Eindrücken der Besucherinnen und Besucher füllen.

Sternsaal und Astro‑Gastro

Das Herzstück aber bildet der Sternsaal mit Platz für mehr als 100 Personen und einer Kuppel von 12 Metern Durchmesser. Sternprojektor, digitales Fulldome-Videosystem, LED-Lichtanlage sowie ein Audiosystem, bestehend aus 64 Lautsprechern, machen hier 360-Grad-Ausblicke in den Weltraum zum audio-visuellen Erlebnis.

Durch seine flexible Bestuhlung wird der Kuppelsaal aber auch kulturellen Veranstaltungen verschiedenster Formate eine Bühne bieten.

Neben dem Sternsaal, so zu sagen am Rande der Galaxie, lädt das Stern-Café zum kulinarischen Verweilen ein.

Die Kommando‐
brücke

Im Obergeschoss befindet sich mit den Verwaltungs- und Büroräumen die künftige Schaltzentrale des Planetariums.

Ein Seminarraum und ein Hörsaal mit einer Platzkapazität für 80 Personen sind der astronomischen Lehre geweiht, können aber auch für Tagungen genutzt werden.

Zusätzlich bietet ein Technikstudio die Möglichkeit, eigene Produktionen für den Sternensaal herzustellen.

Den weiten Fernen ganz nah

Die Dachterrasse wird von den sie überragenden Grundmauern vom Umgebungslicht abgeschirmt und lädt so zu einem ungetrübten Blick in den Sternhimmel ein. Ideal eignet sie sich auch für Hochzeiten, Feierlichkeiten und Events aller Art unter dem Firmament.

Dichter am Himmelszelt ist nur noch die Sternwarte oberhalb der Dachterrasse. Technisch auf dem neuesten Stand, bringt sie dem menschlichen Auge Mond, Mars und Co. verblüffend nahe.

Auch das Publikum im Sternsaal kann sich via Liveübertragung durch die Linsen der Sternwarte in kosmische Weiten hinaustragen lassen.

 

Bilder: Stadt Halle (Saale) / RKW Architektur + Etienne Dietzel / Baader Planetarium GmbH 

Symbiose aus Wissenschaft,
Bildung und Kultur

Das neue Planetarium Halle steht für astronomische Wissensvermittlung und Erlebniskultur mit all ihren möglichen Schnittmengen.

Die Spannbreite reicht vom Unterricht für Schulklassen und der Ausbildung von Astronomie-Lehrkräften über multimediale Präsentationen zum Blauen Planeten, unserem Sonnensystem und fernen Galaxien bis hin zu spektakulären Bild- und Klangerlebnissen unter der Kuppel des Sternensaals.

Das Planetarium Halle bringt Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen zum Sehen, Lernen und Staunen.