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Astronomische Ereignisse

Partielle Mondfinsternis:
Am frühen Freitagmorgen gerät unser Mond in den Erdschatten

Nur zwei Wochen nach der partiellen Sonnenfinsternis Mitte August gerät am Freitag, dem 28.08.2026, der Mond in den Schatten unserer Erde. Dabei wird der Erdbegleiter zu einem großen Teil, aber nicht vollständig verfinstert. Man spricht deshalb von einer partiellen Mondfinsternis.

Das Himmelsschauspiel ereignet sich am frühen Morgen vor Sonnenaufgang. Bereits kurz vor 3:30 Uhr tritt der Vollmond im Südwesten in den Halbschatten der Erde ein. Eine sichtbare Helligkeitsveränderung ist dann allerdings noch nicht zu erkennen. Erst wenn der Mond etwa eine Stunde später – über Halle gegen 4:33 Uhr – in den Kernschatten der Erde gerät, verfinstert er sich, und wird dann nach und nach deutlich dunkler. 

Das Maximum der partiellen Mondfinsternis findet bei uns 6:12 Uhr statt. Zu dieser Zeit steht der Mond allerdings schon sehr nah am westlichen Horizont und die Morgendämmerung ist im vollen Gange. Bereits 6:18 Uhr geht die Sonne auf, kurz danach verschwindet der verfinsterte Mond unter dem Horizont.

Die Mondfinsternis kann gefahrlos mit bloßem Auge oder sogar mit einem Fernglas beobachtet werden; eine spezielle Finsternisbrille, wie bei einer Sonnenfinsternis, ist hierzu nicht nötig. Allerdings sind ein früher Start in den Tag und eine freie Sicht zum Westhorizont wichtig.

Die genauen Zeitangaben, die abhängig vom Beobachtungsort sind, und weiteren Informationen finden Sie HIER.

Die partielle Sonnenfinsternis
am Mittwoch, dem 12. August 2026

Am Mittwoch, dem 12. August 2026, ereignet sich eine Sonnenfinsternis. Über Halle (Saale) wird der Mond die Sonne zu einem sehr großen Teil, aber nicht vollständig bedecken. Etwa 86 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche werden vom Mond zur Zeit des Maximums der Sonnenfinsternis verfinstert. 

Die Sonne steht bereits zu Beginn der Finsternis um 19:17 Uhr (Ortszeit für Halle) tief am westlichen Horizont, deshalb ist eine gute Sicht zum Horizont wichtig. 

Im Verlauf der Finsternis verringert sich die Sonnenhöhe weiter. Zum Maximum um 20:10 Uhr beträgt der Sonnenstand gerade einmal drei Grad über dem Horizont, das ist weniger als eine Faustbreite. Bereits um 20:40 Uhr wird die Sonne noch teilverfinstert untergehen. 

Es ist wichtig, dass die Sonnenfinsternis ausschließlich mit geeignetem Schutz wie mit einer Sonnenfinsternisbrille oder indirekt durch Projektion beobachtet werden darf. Andernfalls drohen nahhaltige Schäden der Augen bis zur Erblindung. Im Planetarium Halle (Saale) können Finsternisbrillen entsprechend der aktuellen Verfügbarkeit erworben werden.

Durch die Horizontnähe der Finsternis ist das Himmelsschauspiel vom Planetarium Halle aus nicht zu beobachten. Wir empfehlen Ihnen, sich eine Erhöhung mit freier Horizontsicht in Richtung West-Nordwest zu suchen. 

In verschiedenen Planetariumsveranstaltungen können sich unsere Gäste über die Sonnenfinsternis informieren:

Freitag, 31.07., 17:00 Uhr: Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Die Sonne – Unser lebendiger Stern”
Samstag, 01.08., 17:00 Uhr: Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Aurora – Wunderbares Polarlicht”

Dienstag, 04.08., 15:30 Uhr: “Energiereiche Lichtphänomene über unserer Stadt – LIVE”
Mittwoch, 05.08., 14:00 Uhr: Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Aurora – Wunderbares Polarlicht”

Donnerstag, 06.08., 15:30 Uhr: Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Von der Erde zum Kosmos – LIVE"

Samstag, 08.08., 12:30 Uhr: Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Aurora – Wunderbares Polarlicht”
Samstag, 08.08., 17:00 Uhr: “Energiereiche Lichtphänomene über unserer Stadt – LIVE”

Mittwoch, 12:08., 15:30 Uhr:  Informationen zur Sonnenfinsternis 2026 in Ergänzung der Show: “Die Sonne – Unser lebendiger Stern”

Zudem stellt die Gesellschaft deutschsprachiger Planetarien, welcher auch das Planetarium Halle angehört, Informationsmaterial rund um das Thema „Sonnenfinsternis 2026“ zum Download zur Verfügung. Erklärungen zur Entstehung von Finsternissen und weitere Tipps zur Beobachtung finden Sie HIER. 
 

Wenn die Abende wieder länger und die Nächte klarer werden, zeigt sich am Herbst- und Winterhimmel eine besondere Attraktion: die Andromedagalaxie. Sie ist das am weitesten entfernte Himmelsobjekt, das wir mit bloßen Augen sehen können. Die Andromedagalaxie, die auch die Bezeichnung M31 trägt, ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Das bedeutet, dass das Licht, welches wir heute sehen, bereits vor vor 2,5 Millionen Jahren ausgesandt wurde. Wir blicken also direkt in die ferne Vergangenheit.

Mit dem bloßen Auge erscheint M31 als zarter, nebliger Lichtfleck, der besonders gut in wolkenfreien, dunklen Nächten und ohne Lichtverschmutzung zu erkennen ist. Schon ein Fernglas oder ein kleines Teleskop lassen die Spiralform der Galaxie deutlich hervortreten und machen den Blick auf unsere Nachbarin im All noch eindrucksvoller.

Die beste Zeit zur Beobachtung ist von Oktober bis Februar. Dann steht die Andromedagalaxie hoch am Abendhimmel, sodass sie gut zu sehen ist. Um die Galaxie im Sternbild Andromeda nordöstlich von Pegasus zu finden, sucht man zunächst das Sternbild Cassiopeia mit seiner markanten W-Form. Die Verlängerung einer Linie vom mittleren Stern dieser Figur zu dem Stern rechts unten führt zur Andromedagalaxie.

Für die Fotos danken wir den Mitgliedern der Gesellschaft für astronomische Bildung e. V. am Planetarium Halle (Saale) Carina und Felix Günther, Steffen Peter, Leonhard Bolschakow und Michael Brückner.