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Astronomische Ereignisse

Wenn die Abende wieder länger und die Nächte klarer werden, zeigt sich am Herbst- und Winterhimmel eine besondere Attraktion: die Andromedagalaxie. Sie ist das am weitesten entfernte Himmelsobjekt, das wir mit bloßen Augen sehen können. Die Andromedagalaxie, die auch die Bezeichnung M31 trägt, ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Das bedeutet, dass das Licht, welches wir heute sehen, bereits vor vor 2,5 Millionen Jahren ausgesandt wurde. Wir blicken also direkt in die ferne Vergangenheit.

Mit dem bloßen Auge erscheint M31 als zarter, nebliger Lichtfleck, der besonders gut in wolkenfreien, dunklen Nächten und ohne Lichtverschmutzung zu erkennen ist. Schon ein Fernglas oder ein kleines Teleskop lassen die Spiralform der Galaxie deutlich hervortreten und machen den Blick auf unsere Nachbarin im All noch eindrucksvoller.

Die beste Zeit zur Beobachtung ist von Oktober bis Februar. Dann steht die Andromedagalaxie hoch am Abendhimmel, sodass sie gut zu sehen ist. Um die Galaxie im Sternbild Andromeda nordöstlich von Pegasus zu finden, sucht man zunächst das Sternbild Cassiopeia mit seiner markanten W-Form. Die Verlängerung einer Linie vom mittleren Stern dieser Figur zu dem Stern rechts unten führt zur Andromedagalaxie.

Für die Fotos danken wir den Mitgliedern der Gesellschaft für astronomische Bildung e. V. am Planetarium Halle (Saale) Carina und Felix Günther, Steffen Peter, Leonhard Bolschakow und Michael Brückner.

Sternenhimmel bei Dämmerung mit zahlreichen markierten und beschrifteten Sternbildern sowie den Planeten Jupiter und Venus.

Venus und Jupiter glänzen am Morgenhimmel

In den frühen Morgenstunden bieten Jupiter und Venus derzeit einen schönen Anblick. Beide Planeten sind am östlichen Horizont vor Sonnenaufgang sichtbar und gehören zu den hellsten Objekten am Himmel.

Venus – der strahlende „Morgenstern“
Der Planet Venus, oft als „Morgenstern“ bezeichnet, ist mit ihrer intensiven Helligkeit das dritthellste Objekt am Nachthimmel nach Sonne und Mond. In diesen Tagen zeigt sie sich besonders prächtig und ist schon etwa 30 bis 45 Minuten vor Sonnenaufgang zu sehen. Ihre leuchtend weiße Farbe macht sie leicht erkennbar, selbst bei leicht aufgehelltem Himmel.

Jupiter – der majestätische Gasriese
Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, leuchtet etwas schwächer als die Venus, aber dennoch sehr gut sichtbar. Er steht derzeit etwas höher am Himmel und etwas südlicher als die Venus. Mit seinem gelblichen Schimmer ist er ein eindrucksvoller Anblick.

Beobachtungstipps und Position
Wer den Blick nach Osten richtet, findet die Venus knapp über dem Horizont, während der Jupiter etwas höher steht. Beide Planeten sind bis kurz vor Sonnenaufgang zu sehen, bevor das zunehmende Tageslicht sie überstrahlt. Ein Blick ins kostenlose Online-Planetarium Stellarium hilft dabei, die exakten Positionen an den jeweiligen Tagen zu bestimmen und macht die Beobachtung besonders spannend.

Verfinsterter Mond während der Dämmerung

Totale Mondfinsternis
am 7. September 2025

Am Abend des 7. September 2025 ereignete sich eine totale Mondfinsternis, die auch über Halle (Saale) sichtbar war. Bei einer Mondfinsternis tritt der Mond in seiner Vollmondposition vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Da die Mondbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist, kommt es nicht jeden Monat zu einer Finsternis – nur dann, wenn Sonne, Erde und Mond exakt in einer Linie stehen.

Beim vollständigen Eintauchen in den Kernschatten wird der Mond nicht völlig dunkel, sondern erscheint in einem faszinierenden kupferroten Farbton. Dieser Effekt entsteht durch die Erdatmosphäre, die den rötlichen Anteil des Sonnenlichts in den Erdschatten zur Mondoberfläche lenkt.

Da der Mond bereits gegen 19:45 Uhr verfinstert am östlichen Horizont aufging, gestaltete sich die Beobachtung zunächst schwierig. Die Dämmerung sorgte noch für einen hellen Himmel, während der Mond durch die Finsternis bereits stark abgedunkelt war. Das Maximum der Finsternis wurde in Halle (Saale) um 20:12 Uhr erreicht, die Totalität endete um 20:53 Uhr. Der Austritt des Mondes aus dem Kernschatten konnte bis kurz vor 22:00 Uhr verfolgt werden. Die partielle Phase – und damit der gut sichtbare Teil der Finsternis – endete um 21:57 Uhr.

Während des gesamten Verlaufs stand der Mond nur in geringer Höhe über dem östlichen Horizont. Daher war es besonders wichtig, einen Beobachtungsort mit freier Sicht nach Osten zu wählen.

Auf dem Foto ist der verfinsterte Mond während der Dämmerung zu sehen. Bildquelle: Renate Voigt, Gesell. f. astronom. Bildung e. V.