- Thu 20.08.2026 19:00 Uhr
"Die Wunder der Sternenwelt – Otto Ule zum 150. Todestag"
Der Hallenser Dr. Otto Ule (1820–1876) wirkte als Sternenforscher, Editor, Humboldtbiograph, Vortragsreisender und Wissenschaftskommunikator. Er war Mitglied der Leopoldina, Gründungsmitglied des Turnerverbandes, Erster Kommandant der halleschen Freiwilligen Feuerwehr und gründete gar eine eigene Partei.
Aus Anlass seines 150. Todestages beleuchtet der hallische Historiker Dr. Kurt Fricke in einem Vortrag schlaglichtartig Ules Leben zwischen Naturwissenschaft, Politik und bürgerlichem Engagement in Halles Stadtgesellschaft.
Otto Ule war in Deutschland und darüber hinaus vor allem als populärwissenschaftlicher Autor und Vortragender sowie Herausgeber der Zeitschrift „Die Natur“ bekannt. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen „Das Weltall“ (3 Bde., 1850), eine Popularisierung des Werks „Kosmos“ von Alexander von Humboldt, und „Die Wunder der Sternenwelt“ (1860). Daneben betätigte er sich politisch als Abgeordneter in der hallischen Stadtverordnetenversammlung und zeitweise im preußischen Landtag. In seiner Heimatstadt Halle war er zudem in unzähligen Vereinen aktiv. Als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Halles kam er bei einem Einsatz ums Leben; zu seinem Begräbnis erschienen tausende Hallenser und Gäste. Heute erinnern in Halle noch die Ulestraße und sein Grab auf dem Nordfriedhof an ihn.
Dr. Kurt Fricke (Jg. 1967), Lektor im Mitteldeutschen Verlag Halle, veröffentlicht regelmäßig zur deutschen Zeitgeschichte, darunter zum hallischen Feuerlöschwesen. In diesem Zusammenhang befasste er sich auch mit Dr. Otto Ule und veröffentlichte zuletzt im „Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2025“ den Beitrag „Darum Halle, sei stolz auf Deinen Bürger! Leben und Nachwirken Otto Ules – zum 150. Todestag 2026“.